Turnfahrt Frauen, 31.August/1. September 2019, Brünigpass - Brienzer Rothorn

Auf Zum höchsten Luzerner Gipfel

Vom Brünigpass (1002m) zum höchsten Luzerner Gipfel, dem Brienzer Rothorn (2350m)

Am Samstagmorgen um 07.18 Uhr starteten wir per Zug in Richtung Brünig-Hasliberg, wo wir kurz vor 10.00 Uhr bei bestem Sommerwetter, ankamen. Bereits in der zweiten Beiz beim Bahnhof gab es erstmal eine Stärkung, bevor es dann endlich losging.

Zu Beginn ging es steil den Wald hinauf, somit war erstes Schwitzen angesagt. Bei der ersten kurzen Verschnaufpause, kamen schon die ersten Blasenpflaster zum Einsatz. Ein paar Schritte weiter, wurden wir belohnt mit einer herrlichen Weitsicht in die Bergwelt und den Brienzersee. 

Beim Brunnen, am Wilervorsass (1400m), wurden unsere ersten Flaschen mit frischem, kühlen Bergwasser aufgefüllt. Dann folgte ein weiterer kurzer Aufstieg, wo wir unser Mittagessen einnahmen

Nach der gut einstündigen Mittagspause ging es auf einem schmalen Pfad weiter bergauf. Begleitet von der prächtigen Aussicht, den interessanten Gesprächen und praktisch alleine auf dem Bergweg, vergass man jede Anstrengung. Beim Tiefengrat (1858m) sah man auch in Richtung Luzerner Berge. Und natürlich schweifte wieder ein Blick auf die Wandertafel: Brienzer Rothorn 3h 10min. Wenn nur nicht immer diese Zeitangaben wären! Manch eine Turnerin holte tief Luft und wanderte tapfer weiter bis zum nächsten Halt, dem Gibel «Steinmannli»(2040m). Doch für Heidi wurde dieser Aufstieg zur Qual. Plötzlich plagten sie Beinkrämpfe, so dass sie fortan kraftlos hinaufsteigen musste. Zum Glück gab es nette Turnerinnen die ihr den Rucksack abnahmen. (Ein herzliches Dankeschön all den Trägerinnen für diese grossartige Aktion!) Oben angekommen legte sich Heidi erschöpft hin, während die anderen ihren Dessert oder Zvieri assen und die wunderbare Aussicht genossen vom Luzernerischen bis Titlis und hinüber zum Berneroberland. 

Bald schon drängte ich zum Weitermarschieren, denn Wolken kamen auf, die schlechtes Wetter anzeigten. Vorsorglich zogen wir die Regenpelerine über und los ging es auf dem Panoramaweg zum Arnihaggen (2207m). Kurz darauf staunten wir nicht schlecht, als eine Bikerin von oberhalb kam, denn der Weg war sehr schmal und wir durften uns keinen Fehltritt erlauben. Auf dem Arnihaggen meinte es Petrus nicht mehr so gut mit uns. Er schickte uns Donner, dann Regen, feiner Hagel und sogar den Blitz durfte er nicht auslassen. Zum Glück war der Weg dadurch nicht allzu rutschig. Jedoch schon bald, floss auf unserem schmalen Pfad ein Bächlein. Ab dann war jeder mit sich und dem Unwetter beschäftigt. Beim Eiseesattel (2025m) liessen die Niederschläge kurz nach und wir nahmen den letzten Aufstieg unter die Füsse. Wie es sein musste, begann es erneut zu regnen. Nass von Kopf bis Fuss erreichten wir die Sesselbahn Endstation. Von dort gelangten wir durch einen Tunnel zum Restaurant Rothorn, wo wir uns auf ein Apero oder ein warmes Getränk freuten. Doch wie könnte es schöner sein? Kurz vor 17.00 Uhr meinte der Chef, als er uns kommen sah: sorry, wir schliessen jetzt. Ihr dürft aber gerne eine Petflasche Mineral kaufen und im unteren Teil des Restaurants trinken. Na ja, so stiegen wir die Treppe hinunter und nahmen etwas aus dem Rucksack. Einfach schade, konnten wir den herrlichen, wunderbaren Ausblick vom Gipfel des Rothorns nicht geniessen, denn es war alles wolkenverhangen und es tröpfelte immer noch. Um 17.20 Uhr begaben wir uns zur Dampfbahnstation. Das Wetter zeigte sich vor der Abfahrt mit der Dampfbahn (seit 1892 in Betrieb) um 17.40, wieder von der besseren Seite, worüber die meist frierenden Frauen froh waren.

Die Bahn fuhr uns schnaubend zur Planalp, wo wir im Berggasthaus Planalp von Rosmarie bereits erwartet wurden. Sie zeigte uns unsere Betten und brachte uns Zeitung, um die durchnässten Schuhe auszustopfen und eine Wäscheleine, wo ziemlich schnell unsere nassen Socken daran hingen. Alle freuten sich auf eine warme Dusche, endlich raus aus den nassen Sachen. Kurz darauf sassen wir frisch, trocken und hungrig am langen Tisch in der gemütlichen Gaststube, wo uns Toni freudig empfing. Seine Frau Marianne bereitete uns ein leckeres Abendessen zu. 

Salat, Aelplermagronen mit Apfelmus und Creme brullè - so war unser Hunger nun gestillt. Die Einen begaben sich bald zur Nachtruhe, während die Anderen sich in die Bar nebenan begaben, um sich einen Schlumi oder mehr zu genehmigen…. ;-)

Am Sonntag nach dem Frühstück, spazierten wir um 9.15 Uhr von der Planalp los. Schön, dass es Heidi wieder besser ging und sich auch die Regenwolken verzogen hatten.

Der Weg führte uns durch den Wald, vorbei an dem Geleise der Dampfbahn und dem Mühlebachfall bis hinunter ins Dorf Brienz. Dort weiter dem See entlang bis zum Brienzer Forsthaus wo die Wettkämpfe der Elite und Amateure beim Sportholzfällen stattfanden. Das Klettern verpassten wir leider ganz knapp, dafür bekamen wir einen spannenden Einblick bei den Axtdisziplinen. Wir staunten nicht schlecht, wieviele Aexte die Holzfäller in ihrer Holzkiste lagerten. Unter den Holzfällern befand sich eine einzige Frau. Sogar einen Hochzeitsantrag durften wir live miterleben!

Etwas später um 13.40 bestiegen wir das Schiff und genossen eine sonnige Fahrt auf dem Brienzersee bis nach Interlaken. An der Schifflände genehmigten wir ein feines Dessert, bevor es schliesslich auf den Heimweg ging, per Zug wieder zurück in den Thurgau.

Einmal mehr ging eine abwechslungsreiche und vergnügte Turnerreise zu Ende. Es war einfach toll mit Euch!

Daniela Badertscher

 

Ein grosses Dankeschön an Daniela für das Organisieren der diesjährigen abenteuerlichen, abwechslungsreichen Turnfahrt und das Verfassen des informativen Reiseberichts!


Kantonaler Jugitag, 30. Juni 2019, Weinfelden

Sportrekorde trotz Hitzerekord

Ende Juni reiste eine muntere Schar Jugikinder mit ihren Leitenden Bea Bauer, Bettina Meili und Roman Frei nach Weinfelden.

2500 Kinder und Jugendliche aus den Nachwuchsabteilungen der Turnvereine des ganzen Kantons nahmen am Jugitag teil. Die grösste Herausforderung für die Organisatoren des Turnvereins Märwil war die Hitze. Die Wetterprognose versprach einen sehr heissen Hitzetag mit Temperaturen bis 35° Celsius. Der Veranstalter organisierte kurzerhand einen Wasserpark mit Sprinkleranlage und Duschzelt, was bei den Kids auf sehr grosses Interesse und Freude stiess.

Bis zum Mittag wurden die Einzelkämpfe durchgeführt. In den Disziplinen Weitwurf, Schnelllauf, Hindernislauf, Mattenwurf, Korbball und Sprung zeigten alle Kinder Topleistungen. Jedes Kind konnte seine unterschiedlichen Stärken zeigen.

Die Eishalle, für viele bekannt von den Hockeymatches des HC Thurgau, wurde für die Disziplinen Sprung und Bodenturnen umfunktioniert. Obwohl die Halle mit vielen Kindern belebt war, herrschte eine ruhige und konzentrierte Atmosphäre.

Nach der Mittagsverpflegung erfreuten sich die Kinder im Wasserpark oder gönnten sich ein Eis. Zum Abschluss des Wettkampfs folgten die Gruppenwettkämpfe mit dem Stafettenlauf.

Müde, aber mit neuen Erfahrungen im Rucksack, kehrten die Kinder am Abend nach Hause. Ein grosses Dankeschön an die Leitenden der Jugi Riege von Warth-Weiningen für ihr Engagement.

Priska Zimmerli


Jugireise, 11. Mai 2019, Loorenkopf-Turm Zürichberg

Besuch bei Dschumbo

Die diesjährige Jugireise führte die Kinder und ihre Begleitpersonen mit dem Zug und Bus auf den Zürichberg. Kaum angekommen, wurde auch bereits der Znünihalt eingelegt. Frisch gestärkt, wurde anschliessend der erste Teil der Wanderung unter die Füsse genommen. Der Weg führte uns durch den Wald zum Loorenkopf-Turm. Dort eingetroffen, wurde das Feuer zum Bräteln entfacht, der Turm wurde erklommen, es wurde viel gespielt und natürlich wurden die mitgebrachten Würste, Schlangenbrote und Marshmallows genossen. 

Nach der Mittagspause führte uns der zweite Teil der Wanderung weiter durch den Wald zum nächsten Highlight der Reise: Dschumbo dem Elefanten. Dschumbo ist ein Steinelefant, der mitten in einem Bach steht und fröhlich Wasser aus seinem Rüssel spritzt. Trotz den eher kühlen Temperaturen liessen es sich die Kinder nicht nehmen, von Stein zu Stein durch den Bach zu hüpfen.

Kaum aus dem Wald herausgekommen, wurden wir von einigen Sonnenstrahlen begrüsst und das wohl verdiente Glacé schmeckte gleich doppelt so gut.

Müde aber mit vielen schönen Eindrücken traten wir mit Tram und Zug die Heimreise an.

Bettina Meili


Kitu-Plausch, 11. Mai 2019, Kartäuser Wald

GOLD FÜR DIE KITU-KINDER, FÜR UNSER DORF UND FÜR DAS WETTER!

Der diesjährige Kituplausch stand ganz im Zeichen regional saisonal. Es braucht keine grosse Reise um die Welt zu entdecken. Ein Fussmarsch an die Brätlistelle der Kartause Ittingen kann für die Jüngsten in unserem Turnverein schon fast zur olympischen Disziplin werden. Und genau Olympia begleitete uns auf unserem Weg in die Kartause. Nach unterschiedlichen Laufzeiten, welche durch die Kinder mit den Würfeln jeweils gewürfelt wurden, wobei ein Würfelauge einer Laufminute entsprach, gab es eine neue Seite aus dem Bilderbuch: ″Gold für den Pinguin″. Der arme Pinguin wurde an den Olympischen Spielen disqualifiziert, weil er angeblich beim Schwimmwettbewerb Flossen an den Füssen hatte. Kein Gold für den Pinguin und kein anerkannter Weltrekord. Das erboste alle Tiere in grossem Ausmass und alle reisten an die Olympischen Spiele und zeigten uns Menschen, wer hier die Weltrekorde aufstellt. Die Kinder merkten schnell, dass wir Menschen nicht an die Leistungen der Tiere herankommen. Na gut, schneller als die vielen Weinbergschnecken, welche uns auf dem Waldweg begegneten, waren wir schon und den schweren Rucksack tragen, geht auch. Aber sonst nehmen wir es gerne gemütlich und streifen schwatzend und lachend durch den Wald. Im Überlegen und im Übermitteln der Gedanken haben die kleinen Turnerinnen und Turner echtes Gold verdient. Auf die Frage welche Jahreszeit ihnen denn am liebsten sei, meinte ein Kind: ″dä Früehlig, dänn isch es nöd z’chalt und nöd z’heiss.″ Das stimmt! Vielleicht ist er manchmal einfach etwas zu nass! Nun, auch das ist Ansichtssache. Den Kindern war das feuchte Wetter egal. Klettern im Schlamm macht so deutlich mehr Spass! Spannend war danach die Frage: ″Wo chan ich d’ Händ wäsche?″ Ja, das Wetter zeigte sich in allen Fassetten, Wind, Regen, Sonne und mit Schweizer Pünktlichkeit um 12.00 Uhr ein Gewitter mit Platzregen. Geräucherte Würste gewürzt mit Regentropfen! Den Kids hat es geschmeckt. Obschon aus den jungen Reihen der Vorschlag zu hören war, doch besser das Dessert zuerst zu essen, damit man es am Schluss nicht vergisst! Dies ist übrigens eine olympische Kituregel, essenstechnisch ist auf der Kitureise alles erlaubt, die Schiedsrichter (Eltern) sehen es ja nicht! Wurstessen unter dem Holzunterstand bei strömendem Regen hat was ganz Besonderes an sich. Da kann man in einer Seelen-Ruhe mit der Wurst in der Hand sagen: ″Dä Petrus chönt au emal dä Hahne abstellä! ″

Es war so gemütlich, dass die einen fast das Schoggispiel auslassen wollten, weil Zitat: ″Ich muess no echli chille″ einfach wichtiger schien. Frisch gedopt ging es mit Sonnenschein bereits wieder auf den Heimweg. In der letzten Wegrunden wurden die Beine immer müder und schwerer und mancher wäre wohl um die schnellen Beine vom Gepard aus der Geschichte froh gewesen. Zum Glück wartete am Ziel noch unser Kuchenschatz, welche nochmals alle zu Höchstleistungen antrieb.

Und wie in der Geschichte ist es auch im realen Leben, alle haben Gold verdient! Unser Dorf für die wunderschöne Gegend in nächster Nähe, das Wetter, welches uns auch in nassen Zeiten Freude bereitete und 12 Kituaner, welche alle das Ziel erreichten, müde und zufrieden, denn olympisch ausgedrückt: Dabei sein ist alles!

 

Herzlichen Dank Sina für deine kompetente und herzliche Begleitung und Merci Nicole für das Zieldoping!

Simone Held


Skiweekend, 8.-10. März 2019, Davos

Après-Ski und ein bisschen skifahren

Nach über 10 Jahren als aktives Mitglied des Turnvereins Warth-Weiningen konnte ich endlich auch einmal am Skiweekend in Davos teilnehmen. Schon etliche Geschichten habe ich vom legendären Skiweekend in Davos vernommen, wobei es für mich der erste Besuch überhaupt in der viel gerühmten Schweizer Skidestination war.

Voller Vorfreude mit Sack und Pack gings am Freitagmorgen, dem 8. März, schon sehr zeitig los. Zehn TurnerInnen waren mit von der Partie. Wir haben uns auf drei Autos aufgeteilt und trafen uns wie jedes Jahr um halb acht zum Zmorge in der Raststätte Rheintal.

Gestärkt machten wir uns auf den Weiterweg, sodass wir die Pisten noch unsicher machen konnten.

Nachdem wir im Guest House Bolgenhof unsere Skibillette bezogen und alle „skifertig“ waren, machten wir uns auf den Weg ins Skigebiet Parsenn. Nach einigen Abfahrten stand schon das Mittagessen im Höhenweg auf dem Programm. Da Einige lange auf ihren Zmittag warten mussten, wurde uns ein Shot aufs Haus spendiert. Mit vollen Bäuchen entschieden wir uns noch einige Pistenkilometer zurückzulegen und zum skitechnischen Tagesabschluss die Talabfahrt nach Davos in Angriff zu nehmen. Diese Entscheidung bereuten wir aber ziemlich schnell, da die Pistenverhältnisse zu wünschen übrigliessen. Unten angekommen und nur froh, dass es geschafft war, genossen wir unseren ersten Après-Ski. Frisch geduscht und hungrig trafen wir uns zum Abendessen im Stall Valär. Unterdessen sind noch zwei altbekannte Gesichter dazu gestossen. Traditionsgemäss erkundeten wir das Davoser Nachtleben.

Für einige startete der 2. Tag etwas früher, für die Anderen etwas später. Treffpunkt war um 11.30h in der Jatzhütte, auf unseren reservierten Liegestühlen. Das Wetter meinte es gut mit uns, am Morgen zeigte es sich von seiner besten Seite. Je später der Tag, desto mehr Wolken zogen auf. Die Meisten von uns genossen vor allem die Sonne, ohne die Skis gross zu bewegen. Gegen Abend zog die Nebelwand rein und während der Talabfahrt Jakobshorn begann es sogar zu regnen. Wie es sich nach einem Tag am Berg gehört, stand auch dieses Mal Après-Ski – im Bolgen Plaza – auf dem Programm. Ein weiterer Klassiker war das darauffolgende Abendessen, wie jedes Jahr einmal, «Heisser Stein» im Restaurant Ochsen. Gut gelaunt gings auch am zweiten Abend in den Ausgang.

Am Morgen der Abreise trafen wir uns im Kaffee Klatsch zum Frühstück. Nach dem reichhaltigen Brunch machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg.

 

Herzlichen Dank, Nicole Müller, für die Organisation des Skiweekends! Gerne werde ich auch nächstes Jahr wieder mit von der Partie sein!

Ruth Tanner